Außenwohngruppen (AWG)

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In einer Außenwohngruppe leben Kinder "fast" wie in einer Familie...

Eine Außenwohngruppe ist klein und überschaubar...

... und die Kinder / Jugendlichen leben und wohnen zusammen mit 7 bis 9 anderen Kindern und zwei Erzieherinnen, die sich im Turnusdienst abwechseln, in einem Einfamilienhaus ...

... insgesamt werden rund 80 Kinder/Jugendliche in 10 Außenwohngruppen betreut. Standorte: Absdorf, Amstetten-Neufurth, Leiben, Neulengbach-Emmersdorf, Traismauer-Stollhofen,  Reidling, Rohrbach/Gölsen, Strengberg, St. Peter/Au, Traisen.

 

... Familiengruppen

d. h. pro Außenwohngruppe leben ältere und jüngere Kinder / Jugendliche gemeinsam unter einem Dach. Eine AWG kann natürlich keine Familie ersetzen. Sie kann aber ähnliche Rahmenbedingungen schaffen, sodass sich dort Kinder gut entwickeln können,

...und das solange, bis die Kinder wieder in ihren gewohnten Familienverband zurückkehren oder als junge Erwachsene von der Außenwohngruppe aus in die Selbständigkeit gehen.

 

... Nachbetreuung

d.h. vor Erreichung der Volljährigkeit wird je nach Selbständigkeitsgrad des / der Jugendlichen der Schritt in die Eigenverantwortlichkeit vorbereitet. Zu diesem Zweck werden die Jugendlichen in einer vom Verein oder vom Jugendlichen selbst angemieteten Wohnung nachbetreut.

 

Aufnahmekriterien / Indikation:

Aufgenommen werden

-          Kinder, welchen ein „längerer“ Heimaufenthalt beschieden wäre und eine 

        Unterbringung auf einem Pflegeplatz nicht möglich bzw. schon gescheitert

        ist.

-         Geschwister, die in anderen Einrichtungen aufgrund von Alter, Geschlecht

        getrennt werden müssten.

-          Kinder bei problematischen Elternkontakten

-          Kinder für deren Entwicklung ein „kleines“ Erziehungsumfeld notwendig ist

 

Bei der Unterbringung der Kinder und Jugendlichen wird insbesondere darauf geachtet, dass sie in die jeweilige AWG nach Alter, Geschlecht und Persönlichkeit passen, um so die Struktur einer Familie zu schaffen.

 

Ablehnungskriterien / Kontraindikation:

Abgelehnt werden Kinder, ...

... wenn sie ein bestimmtes Alter überschritten haben (Kinder über 10 Jahre werden nur mehr in Verbindung mit jüngeren Geschwistern aufgenommen).

... deren geistig /körperlicher Behinderungsgrad oder ausgeprägte Verhaltensproblematik, respektive gesundheitlicher Zustand eine Integration in einer Außenwohngruppe unmöglich erscheinen lässt.

 

Aufnahmevoraussetzungen:

Ansprechpartnerin: DSA Erika Langgartner MAS, Tel.: 02274 78 44 - 209

-          Aufnahme nur im Rahmen einer Maßnahme der Kinder- und Jugendhilfe.

-          Telefonische Anfrage mit Beschreibung der Problematik und über spezielle Zielsetzungen für das Kind. Zusendung von Unterlagen (Sozialbericht, Gutachten,...)

-          Aufnahmegespräch mit Kind, Eltern, Angehörigen, Erziehungsberechtigten, DSA und den Verantwortlichen der Außenwohngruppen.

 

Aufnahmemodus:

Die Unterbringung erfolgt in 2 Schritten:

-          Besuch des Kindes gemeinsam mit den Betreuungspersonen in der Außenwohngruppe.

Den Kindern wird ermöglicht, ihr neues „Zuhause“ und die dort lebenden Kinder und Erzieherinnen an einem Nachmittag kennen zu lernen.

-          Aufnahme des Kindes (ca. eine Woche nach dem Besuch).

 

-     Bei der Aufnahme wird um Aushändigung folgender Dokumente und Unterlagen ersucht:

o       div. Dokumente (Staatsbürgerschaftsnachweis, Geburtsurkunde, Taufschein, Impfpass, Mutter-Kind-Pass, Zeugnisse)

o       Krankenversicherung

o       Meldezettel

o       Aktueller Sozialbericht der Jugendabteilung

o       Betreffend die Obsorgeregelung: gerichtlicher Beschluss oder Einverständniserklärung der KE zur Unterbringung im Rahmen der vollen Erziehung

o       Falls das Kind von einer anderen Einrichtung kommt (z. B. Landesjugendheim, Heilpädagogische Station, ...) Abschlussberichte

o       Übernahmebestätigung der Verpflegskosten durch den zuständigen Kostenträger bei Kindern aus den Bundesländern im Einzelfall.

o       Persönliche Sachen des Kindes (Kleidung, Lieblingsspielzeug, Lernbehelfe etc.)

 

Fachpersonal

-          20 ErzieherInnen (KindergärtnerInnenausbildung, ErzieherInnenausbildung, LehrerInnenausbildung)

-          externe psychologische und medizinische Konsiliarbetreuung

 

Kooperation mit der Jugendwohlfahrt

Die Zusammenarbeit zwischen Jugendabteilung und der Erziehungsleitung erfolgt durch:

-          anlassbezogene Kontakte / Telefonate / Schreiben

-          Teilnahme an Helferkonferenzen (an einer Jugendabteilung, AWG oder anderen Einrichtung)

 

Psychologisch/therapeutisches Angebot

·         Neben der internen psychologischen Betreuung der Kinder/Jugendlichen durch die AWG-Leitung werden, nach Rücksprache mit den Kindeseltern und/oder dem zuständigen gesetzlichen Vertreter, externe Psychotherapie bzw. heilpädagogische Fördermaßnahmen vermittelt.

·         Möglichkeit der Supervision für das Betreuungspersonal

 

Pädagogisches Konzept

Neben den Begriffen: Verbundsystem - Dezentralisierung - Selbständigkeit - Wohn- u. Lebensgemeinschaft, bestimmen die
"5 Säulen der Identität" nach H. Petzold (Körper - Soziales Netz - Arbeit und Leistung - Materielle Sicherheit - Werte) das pädagogische Konzept der Außenwohngruppen.

Zur Definition:
Verbundsystem: Die AWG werden durch die Zentrale über Organisation, Verwaltung, Beratung und Betreuung verbunden.
Dezentralisierung: Die AWG sind voneinander räumlich getrennt, wodurch eine Integration in das soziale Umfeld erfolgt und ein reales gesellschaftliches Lernfeld geboten werden kann.
Selbständigkeit:
In einer AWG werden alltägliche Aufgaben (Einkaufen, Kochen, Waschen,..) selber organisiert, geplant und erledigt. Dem Kind bzw. Jugendlichen wird somit ein lebensechter Tagesablauf vermittelt.
Wohn- u. Lebensgemeinschaft: Eine AWG hat eine überschaubare Gruppengröße mit einer geringen Anzahl von Bezugspersonen. Dies ermöglicht dichte soziale Kontakte, ein stabiles Beziehungsgefüge, Kontinuität in der pädagogischen Arbeit. Die AWG bietet dem Kind und Jugendlichen Halt, Schutz und Solidarität.

 

 

Zielsetzung des AWG-Konzeptes:

-          professionelle Erziehung in familienähnlicher Struktur

-          stabiles Beziehungsgefüge durch konstantes Betreuerteam mit geringer Zahl an Bezugspersonen

-          ein liebevolles Geborgenheit und Zuversicht vermittelndes Zuhause

-          Einbeziehen der Eltern in die pädagogische Arbeit

-          Individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen

-          Soziale Integration der Kinder uns Jugendlichen in die Wohngegend,

         Kindergarten, Schule und Arbeitswelt

-          Angebot der zusätzlichen pädagogischen / psychologischen Betreuung

-          Fachspezifische Unterstützung und Begleitung der Erzieher

-          Nachbetreuung: verschieden Formen der Nachbetreuung (z. B. teilbetreutes Wohnen in einer vom Verein oder vom Jugendlichen angemieteten Wohnung.

 

        

Ausbildungsmöglichkeiten:

Die Kinder und Jugendlichen erhalten entsprechend ihrer Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen sowie in Rücksprache mit dem zuständigen gesetzlichen Vertreter (Kindeseltern, Jugendabteilung) die bestmögliche schulische sowie berufliche Ausbildung (KG, Volksschule, Sonderpädag. Zentren, HS, Gymnasium, Polytechnischer Lehrgang, Lehre, weiterführende Schulen: HBLA, HAK, HASCH, etc.) Die Schul- und Berufsausbildung erfolgt extern und ist regional abhängig von öffentlich-schulischem sowie beruflichem Angebot.

 

 

Freizeit:

In der Freizeit können die Kinder und Jugendlichen einen Sportklub (Fußball, Tennis,...) und Vereinen (Pfadfinder, Feuerwehr, Samariter,...) beitreten, sowie ein Musikinstrument (Klavier, Gitarre, Flöte,...) erlernen. Neben saisonbedingten Freizeitaktivitäten wie Schifahren, Eislaufen, Schwimmen etc. laden die Kinder und Jugendlichen gerne ihre Freunde in die Außenwohngruppe ein bzw. besuchen diese.

 

 

Heimfahrts-, Besuchsregelung:

Die Wochenend- und Ferienurlaube sowie Besuche in der Außenwohngruppe werden im Aufnahmegespräch zwischen Angehörigen, Kinder und Jugendlichen und der Jugendabteilung sowie der Außenwohngruppenleitung individuell vereinbart.

 

Können die Kindeseltern bzw. ein Elternteil die vereinbarten Besuchskontakte über längere Zeit nicht einhalten (z. B. wegen eines Krankenhausaufenthaltes, etc.) werden Besuche der Kinder und Jugendlichen in Begleitung der Erzieherin zu den Eltern organisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 









 


 


 


 


 


 

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